#LESEN
#B1 #B2 #Mord


Sein Therapeut hatte ihm damals empfohlen, sich in eine stationäre Therapie' zu begeben, ...um seine Aggressionen und die Wut auf seine Mitmenschen besser in den Griff zu
bekommen.“ Auch er hatte Beziehungen gehabt. Einmal in seiner Jugend
und dann noch einmal, als er Anfang zwanzig war. Beide Beziehungen hatten nur wenige Monate gehalten, doch das hatte ihm gereicht, um sich eine Meinung über Liebesbeziehungen
zu bilden?. Beide Frauen hatten ihn verlassen und beide hatten ihm
vorgeworfen, dass er zu kalt und distanziert gewesen wäre. Seine zweite Freundin hatte sogar gesagt, er wäre ihr unheimlich gewesen. Tatsächlich mochte er es nicht, andere Menschen zu
berühren oder zu küssen. Aber er unterhielt sich gerne mit ihnen, auch wenn er selbst mehr zuhörte, als er redete. Wenn er einen Menschen interessant fand, konnte er sich
intensiv mit ihm auseinandersetzen. Dann setzte er alles darans, mehr über das Leben dieser Person zu erfahren.
Die Kellnerin brachte dem Paar die beiden Milchkaffees und lächelte Sven an, bevor sie zurück in die Küche ging. Er war
ganz berauscht von ihrem Lächeln. Ein Gefühl der Wärme breitete sich in ihm aus. In den letzten zwei Wochen war Sven fast jeden Tag in diesem Café. Nicht weil ihm der Kaffee hier besonders gut
geschmeckt hätte, sondern weil er mehr über die Kellnerin erfahren wollte. Schon als er sie das erste Mal gesehen hatte,
hatte er sie interessant gefunden. Es fiel ihm schwer, sie nicht anzusehen und genau zu beobachten. Er nahm alles von ihr auf wie sie sich bewegte, wie sie sprach, wie sie auf andere reagierte.

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13.08.2020 Комментарии Telegram

#Wortschatz

#B2


Teil3
1. die Gewohnheit, -en – o’rganish, ko’nikish
2. die Großzügigkeit, -en – saxiylik
3. das Leiden – dard
4. die Maßlosigkeit – cheksizlik
5. die Militärzeit – armiya xizmati
6. die Offenheit – ochiqlik, samimiylik
7. die Promotion – prodyusserlik
8. das Recht, -e – haq-xuquq
9. die Schwäche, -n – kamchilik
10. der Selbsmord, -e – o’z joniga qasd qilish

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13.08.2020 Комментарии Telegram

#LESEN
#A2 #B1 #Oma


Manchmal ging Kalles Vater in die Kneipe, meistens am Freitagabend, und dann kam er betrunken nach Hause und beweinte die Welt. Kalles Mutter schimpfte: Immer am Wochencnde das heulende Elend! Kalle konnte diese Ausbrüche nicht verstehen, denn
eigentlich war sein Vater cin fröhlicher Mann. Er kam gut mit ihm aus. Besser als mit der Mutter, die immerfort über den Dreck klagte, den die beiden Männer ihr hinterließen und den sie wegputzen musste. So putzte sie den ganzen Tag. Ganz normal ist das nicht, fand Kalles
Vater. Kalles Eltern kamen bei einem Autounfall um, als
Kalle fünf Jahre alt war. Sie hatten gar kein eigenes Auto, sondern waren mit Bekannten fort gewesen, hatten Kalle
zu der Nachbarin gebracht. Dorthin kam auch der Polizist, der der Frau sagte: Beide sind tot. Kalle begriff das erst gar nicht. Er konnte sich nicht vorstellen, lange nicht, dass er die Eltern nicht wieder
sehen würde. Dass sie für immer weg sein sollten. Das geht gar nicht, sagte er oft.
Die Nachbarin legte ihn ins Bett, ein Arzt steckte ihm ein Zäpfchen in den Po, was ihn zum Lachen brachte. Jetzt wirst du schlafen können. Schlaf crst mal, kleiner
Mann, sagte der Arzt. Kalle fand die Bezeichnung »kleiner Mann« idiotisch
und den Arzt blöd. Er fand in diesen Tagen alle blöd, weil sie ihm dauernd über den Kopf strichen oder ihn an sich zogen, weil sie ganz anders waren als sonst.
Nur die Oma nicht. Die war gekommen, hatte wohl auch geheult, aber dann alle angeherrscht: Es muss ja
weitergehen, irgendwie geht es weiter! Und hatte in einer Runde von lauter fremden Onkeln und Tanten in
Kalles Anwesenheit beschlossen: Den Kalle nehme ich mit. Der bleibt bei mir.
Einer der Onkel sagte: Aber in deinem Alter, Erna! Darauf lachte die Oma und schrie ihn an: Willst du ihn haben? Quatsch doch nicht rum! Kalle hatte Oma vorher nur wenige Male gesehen,
Gefallen hatte sie ihm immer. Sic sprach ein wenig lauter, als er es sonst gewohnt war, sagte Worte, die nicht immer
anständig waren, und behandelte den Vater so, als wäre er so alt wie Kalle. Die Mutter nannte sie Heulsuse, den
Vater manchmal Waschlappen. Kalle nannte sie Kalle. Niemals kleiner Mann, Süßer oder Jüngelchen. Sie nahm ihn ernst. Es wunderte ihn, wie schnell man eine Wohnung aufräumen konnte und wie schnell die aufgeräumte Woh-
nung dann leer war. Oma verteilte die Möbel. Das brauche ich alles nicht, sagte sie. Am Schluss hatte Kalle einen Kof-
fer mit seinen Sachen, sonst nichts. Und mit dem Koffer, den Oma schleppte, fuhr er fort aus der Stadt, in der er mit
seinen Eltern gelebt hatte. Zur Oma nach München.

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13.08.2020 Комментарии Telegram

#Wortschatz

#A2


Teil 3
1. schwanger – homilador
2. die Dachwohnung, -en – cherdak
3. der Stock – qavat
4. der Nachbar, -n – qo‘shni
5. die Nachbarin, -nen – qo’shni ayol
6. fröhlich – hursand
7. sauer – qovog’i uyilgan
8. So ein Zufall! – qanday tasodif!!
9. das Rad, - äder – balon, velosiped
10. achtgeben – e’tiber qaratmoq


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13.08.2020 Комментарии Telegram

#LESEN
#B1 #B2 #Morder


„Ja, mach ich. Danke."
Die Kellnerin war Anfang bis Mitte Zwanzig. Sie hatte langes, dunkelbraunes Haar, das sie in einem wuscheligen
Pferdeschwanz trug. Da sie erst seit zwei Wochen in diesem Café arbeitete, hatte Sven noch nicht viel über sie erfahren können. Als Nächstes ging die Kellnerin zu dem jungen Mann am Nebentisch und fragte, ob er noch etwas bestellen wolle, doch er antwortete nicht. Die Kellnerin fragte ihn ein zweites Mal. Ohne Erfolg. Der junge Mann sah noch nicht einmal hoch, sondern starrte auf den Bildschirm und tippte ruhig weiter. Da drehte sich die Kellnerin um, ging zu dem Pärchen hinüber und fragte, ob die beiden noch etwas bestellen wollten. Gleichzeitig antworteten diese: „Einen Milchkaffee, bitte." Die Kellnerin notierte sich die Bestellung und ging. Noch eine ganze Weile kicherte? das Pärchen vor sich hin.
Jetzt wusste Sven auch, warum die beiden ihn so nervten. Was war schon so erstaunlich daran, wenn man denselben
Kaffeegeschmack hatte! Das war doch albern! Die beiden aber kriegten sich gar nicht mehr ein“. „Wir sind seelenverwandt." „Ja, total! Wir sind auf einer Wellenlänge6.“ Der Mann
strich seiner Freundin sanft über die Wange und küsste sie. Sven schauderte es' in diesem Moment. Er fand diese
öffentlichen Liebesbeweise peinlich und unangenehm. Sie waren überallI, diese verliebten Paare. Im Park, auf den Straßen und in den Cafés und Geschäften. Händchenhaltend, Arm in
Arm, küssend. Er hatte nie verstanden, wie man sich so in aller Öffentlichkeit benehmen konnte. Doch er wusste, dass die meisten Menschen dieses Verhalten
normal fanden, und dass seine Meinung eher nicht normal war.

#Schritte #Nemistili #Deutsch #A1 #A2

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12.08.2020 Комментарии Telegram

#Wortschatz

#B2

Teil 2
1. der Aufenthalt – istiqomat
2. das Aussehen – tashqi ko‘rinish
3. der Charakter, -ere – fe’l-atvor
4. der Egoismus – egoistlik
5. die Eifersucht – rashq
6. die Einbürgerung, -en – fuqarolik olish
7. der Emigrant, -en – emigrant, muxojir
8. der Fleiß – mehnat, tirishqoqlik
9. die Gebühr, -en – to‘lov
10. die Geldanlage, -n – investitsiya

#Schritte #Nemistili #Deutsch #A1


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12.08.2020 Комментарии Telegram